Die diesjährige Reise in die Wüste Marokkos, im Land der „freien Menschen“ wie sich die Berber selbst nennen, dauert innerlich noch an. Die zentrale Frage nach der Balance in unserem Leben führte in die Wahrnehmung auf die damit verbundene Erforschung von Verstrickungen in unserem Leben, erlaubte das Erleben und die Überprüfung nicht mehr gültiger Konzepte und Komfortzonen in unserem Leben.

In der Annahme der schmerzhaften Anteile in uns, bewanderten wir die inneren Räume der Trennungsschmerzen. Ohne in Trauer, Wut und Vergeblichkeit einzutauchen würden wir es nicht schaffen, authentisch befreit zu leben. Verneinung und Bejahung unserer individuellen Lebensvisionen die wir verwirklichen wollen, können sich erst entfalten, wenn wir in die Tiefe unseres Vertrauens und Geborgenheit in unser Sein eintauchen.

Die Wüste unterstützte genau dieses Einlassen und förderte die Hinwendung zu unserer weiblichen Spiritualität gleich in welchem Körper wir unterwegs sind. Die unsägliche Unterdrückung der inneren weiblichen Kräfte führte in die Begegnung mit den in uns tief verankerten männlichen Prägungen, die Leben auch zerstörerisch gestalten.

Diese Anteile zu erkennen und uns von ihnen zu lösen wirkte heilend; aus Tränen, Wut und Vergeblichkeit erwuchs Lachen, Freude und das Erleben der Gaben, die wir im Menschsein teilen wollen:

Wirkliche Freundlichkeit in allen Begegnungen fördert Wärme und Großzügikeit im Miteinander. So erleben wir die Balance von Innen und Aussen in Klarheit und der Freude, Antworten zu finden, die sich aus der Rückbindung an die essenzielle Führung in unserem Sein ergeben. In Weisheit und Liebe zum Leben in Freiheit umarmen wir die Fülle und stete Bejahung unserer Gaben. Für die in dem Wirkungsfeld der Wüste gelebten Begegnungen ohne Masken bin ich einfach dankbar und wünsche uns allen die konkrete Verwirklichung in der „alltäglichen“ Welt.

Die nächste Wüstenreise findet vom Freitag, 26. Februar bis Freitag, 12. März 2027 (Verlängerung bis Montag, 15. März). Mehr dazu >>>